Burgergrillerei in der Weberkugel

Hausgemachter gegrillter Texas Burger

Warum nicht einmal Burger grillen? Im ersten Moment dachte ich das wird wohl nix werden. Der rohe Hackfleischburger bleibt bestimmt am Grill hängen. Ah … bevor ich es vergesse; das rohe Hackfleischteil wird bei den BBQ Insidern „Patty“ und das dazugehörige Brötchen „Bun“ genannt. Also im nächsten Schritt, die vorhandenen Grill (BBQ) Bücher durchforstet und nach Rezepten und „Best Practices“ gesucht.   Ein Telefonat mit meinem Neffen,  BBQ Oberstufe und Dombacher Grill Champion, bestätigte die gewonnenen Grillbuch Erkenntnisse. Burger grillen ist nicht schwer.

Er gab mir noch einige Tipps mit auf den Weg. Die Buns, also die Brödle, die macht man besser selbst. Die gekauften sind labbrig weich und bröseln. Das perfekte Rezept zum Herstellen der Buns findet man im Foodblog Vanillakitchen. Als ich das Rezept zum ersten Mal las war ich sehr erstaunt über die Zutaten. Wer denkt bei Burgerbrötchen schon an Hüttenkäse und Kartoffelpüree. Aber, die Mühe lohnt sich! Die Buns sind sensationell!

Nachdem die Teiglinge fertig waren, ging es an die Patties. Ein Kilogramm Rinderhack sollte in überschaubare Scheiben geformt oder besser gepresst werden. Empfehlen kann ich hierfür einen Pattymaker. Tchibo hatte vor ein paar Wochen ein soclhes Teil in seiner TCM Kollektion. Alternativ kann man ca. 100g schwere Hackfleisch Kugeln, leicht platt gedrückt unter einem Gefrierbeutel mit dem Topfboden platt klopfen.  Ich habe beides versucht und bin froh das TCM Teil zu haben. Die Erfahrungen beim ersten Probelauf zeigten, dass man die Patties möglichst dünn und etwas größer presst. Des weiteren ist eine Vertiefung in der Mitte sinnvoll, da das Fleisch sich beim Grillen wölbt und zudem zusammenzieht.

Im ersten Probelauf haben wir die Burger aus Zeit- und Wettergründen in der Pfanne gebraten. Diese schmecken zwar gut sind aber in keinem Fall mit gegrillten zu vergleichen. Der Geschmacksunterschied ist wie Himmel und Erde, Feuer und Wasser, Schwarz und Weiß, oben und unten … 🙂 Wenn Burger dann auf jeden Fall grillen! Das Rinderhack habe ich vorher mit Salz, Pfeffer und etwas trockener Gemüsebrühe gewürzt. Hier finden wahre Glaubenskriege im Internet statt. Viele sind der Meinung das der Patty eines echten Hamburgers nicht gewürzt werden darf. Mir persönlich ist es gewürzt lieber. Daher jeder wie er mag 😉

Der Grill wurde für mittlere Hitze vorbereitet. Zwei Drittel für direkte Hitze, ein Drittel für indirekte Hitze. Nachdem der Grill die Temperatur erreicht hat und der Rost eingeölt ist, werden die Patties von jeder Seite ca. 3 Minuten über direktere Hitze gegrillt. Wenn sich das Fleisch leicht vom Rost löst und kräftig Farbe bekommen hat kann gewendet werden. Wichtig: Nur einmal wenden!  Danach noch max. 2 Minuten auf die indirekte Seite legen und gar ziehen lassen.

Die Belegung der Burger ist Geschmackssache. Die einen mögen Ketchup die anderen Barbecue Sauce. Empfehlen kann ich den Honky Tonk Burger. Er besteht aus Mayo, Salat, Schweinebratenaufschnitt, Röstzwiebeln,Gouda oder noch besser Cheddar und BBQ Sauce. Die genaue Zubereitung kann man bei Vanillakitchen The Honky Tonk Burger nachlesen. Burger grillen macht mit mehreren Leuten erst richtig Spass. Für die Belegung richten wir am liebsten ein kleines Büffet mit Sandwichgurken, Käse, Salat, Mayo, Ketchup, BBQ Sauce, rohen Zwiebeln etc. an. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Ich wünsche viel Spass und Erfolg beim Nachmachen.
Möge Dein Feuer nie verlöschen 😉

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